Fachlich therapieren. Menschlich begleiten.
Sprachstörungen in Form einer Aphasie oder Dysphasie können im Rahmen neurologischer Erkrankungen auftreten. Sie beeinträchtigen das Verstehen oder Produzieren gesprochener oder geschriebener Sprache. Wir begleiten Sie individuell und methodenreich dabei, Ihre kommunikative Teilhabe weitestgehend wiederzuerlangen.
Bei Störungen der Sprechmotorik, des Muskeltonus oder der Koordinationsfähigkeit kann es zu einer unverständlichen Sprechweise kommen (Dysarthrie). Ebenso ist eine Störung der Sprechplanung möglich, bei der es häufig zu einer Sprechanstrengung kommt (Sprechapraxie). Wir finden die richtige Therapiemethode für Sie und trainieren gemeinsam für Ihre Rehabilitation.
Die Ziele der Stimmtherapie werden von der Therapeutin und dem Patienten gemeinsam festgelegt. Abhängig von den Ursachen und den dadurch beeinträchtigten Fähigkeiten im Alltag wird aus einer großen Methodenvielfalt das passende Vorgehen ausgewählt.
Die Stimmtherapie beinhaltet je nach Störungsschwerpunkt:
Individuelle Zielsetzungen
Die therapeutischen Möglichkeiten hängen dabei von sehr vielen Faktoren ab und eine eindeutige Prognose ist nicht immer möglich. Die Therapie erfordert Geduld von allen Beteiligten: Erfolge stellen sich häufig Schritt für Schritt ein. In einigen Fällen werden auch weitere Berufsgruppen (z.B. weitere Fachärzte oder Psychologen) in den Diagnostik- und Therapieprozess einbezogen.
Störungen beim Schlucken können nach Erkrankungen oder durch funktionelle Einschränkungen auftreten. Wir analysieren den Bewegungsablauf und trainieren Zungenkraft, Mundschluss und Koordination. Ziel ist ein sicheres und ökonomisches Schlucken im Alltag.
Kommunikation ist wichtig, um am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können und somit die eigene Identität und Lebensqualität zu wahren und somit elementare Grundbedürfnisse zu befriedigen Die Sprachtherapie zielt darauf ab, die vorhandenen kommunikativen und sprachlichen Kompetenzen sowie die Selbständigkeit, die Identität und die Lebensqualität der Betroffenen so gut und so lange wie möglich zu erhalten. Dadurch werden ebenfalls die Aktivität und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben gesichert.
Kinder erwerben Sprache in unterschiedlichem Tempo. Grund zur Sorge
besteht, wenn Sie Folgendes bei Ihrem 2-jährigen Kind beobachten können:
1. Spricht es weniger als 50 Wörter?
2. Hat es Schwierigkeiten im Sprachverständnis?
3. Produziert es keine Zweiwortäußerungen?
Das Wissen über den Spracherwerb und seine Störungen sowie über Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten ist in den letzten Jahren immens angewachsen. Sehr gezielt arbeiten Sprachtherapeutinnen an den Strukturen der Sprache, bei denen das Kind Schwierigkeiten hat. Sie werden sicher an einer sprachtherapeutischen Sitzung teilnehmen und feststellen, dass die Umsetzung sehr spielerisch erfolgt. Die Therapieziele werden aber im Vorfeld planvoll erarbeitet und in den Spielsequenzen verfolgt.
Egal woran gearbeitet wird: Die Situation wird gezielt von der Therapeutin gestaltet. Das Kind bekommt von ihr ein angemessenes Sprachangebot, eine fundierte Rückmeldung und ggf. eine Korrektur seiner sprachlichen Äußerungen.
Nachdem akustische Reize vom Hörorgan aufgenommen wurden, erfolgt in den Hörzentren des Gehirns die Analyse der Hörinformationen. Verarbeitet werden neben Lautstärke und Tonhöhe auch die zeitlichen Verhältnisse und der Ort der Schallquelle. Zudem zählt die Fähigkeit akustisch relevante Informationen von Neben- bzw. Hintergrundgeräuschen trennen zu können zu den auditiven Verarbeitungsleistungen. All diese Teilfunktionen können gestört sein und in Folge zu Beeinträchtigungen der Sprach- und Schriftsprachentwicklung führen.
Das Lesen und (Recht-) Schreiben zu erlernen ist ein langwieriger Prozess. In der kritischen Phase der ersten beiden Schuljahre stellt sich heraus, ob der Erwerb der Schriftsprache für das Kind eine Hürde bedeutet. Die Gründe dafür sind sehr vielfältig, weshalb eine genaue Erhebung des Entwicklungsstandes sowie der schulischen und persönlichen Situation nötig ist.
Sind die Förderschwerpunkte ermittelt, erfolgt eine auf das Kind abgestimmte, regelmäßige und differenzierte Förderung. Es erfolgen Lese- und Schreibübungen auf individuellen Niveaustufen, denn:
Lesen kann man nur durch Lesen und Schreiben nur durch Schreiben lernen.
Um das Kind nicht zu demotivieren, müssen Übungen erstellt werden, die es nicht überfordern. Es kann sein, dass auch an der Lerneinstellung gearbeitet werden muss. Und noch eine Voraussetzung ist für den Erfolg wichtig: die Einbeziehung von Eltern und Lehrern.
siehe auch www.bvl-legasthenie.de
Kinder mit VED haben Schwierigkeiten, Sprechbewegungen präzise zu planen. Mit der KoArt Methode üben wir klar strukturierte Bewegungsabläufe und bauen Laute Schritt für Schritt sicher auf. Ziel ist ein stabiler, verständlicher Lautbestand für eine bessere sprachliche Entwicklung.
Eine früh einsetzende Therapie kann bei unflüssig sprechenden oder stotternden Kindern dazu führen, dass sie sich ganz normal sprechflüssig weiterentwickeln. Aber auch chronisch stotternde Menschen können sehr viel an der Symptomatik und den Auswirkungen auf ihren kommunikativen Alltag verändern. Das flüssigere Sprechen ist dann ein Therapieziel neben dem Umgang mit verbleibenden Symptomen oder Sprechängsten und einer insgesamt entspannteren Kommunikation.
Die gewählte Therapiemethode richtet sich nach persönlichen Therapiezielen und sie muss zur Person passen.
Unsere spezialisierte Therapeutin arbeitet deshalb mit Bausteinen aus verschiedenen Ansätzen und kombiniert sie flexibel. Entscheidend für den Therapieerfolg ist die Umsetzung im Alltag und nicht im Therapieraum. Alle Therapiemethoden werden also schnell in lebensnahen Situationen und im Alltag erprobt. Auch wenn es manchmal schwierig scheint, gehört der Einsatz veränderter Sprechweisen im `normalen Leben´ zur Therapie.
Unterstützte Kommunikation (UK) hilft Menschen, die aufgrund von angeborenen oder erworbenen Erkrankungen und / oder Behinderungen kaum oder gar nicht sprechen können. UK-Nutzer sind Kinder, Jugendliche oder Erwachsene, die sich ohne alternative und ergänzende Kommunikationsformen nicht ausreichend mitteilen können (Wilken 2018).
Art und Umfang der Unterstützung sind individuell sehr unterschiedlich. So kann es sein, dass zunächst einfache Gebärden und Bildkarten genutzt werden. In unserem Repertoire nutzen wir beispielsweise GUK und Metacom. Wir vermitteln die Versorgung mit sogenannten Talkern (Tablets mit entsprechender Software). Aber auch das frühe Lesen lernen kann den Weg in die differenziertere Kommunikation bahnen.

mykie® (=myofunktionelle Kieferorthopädie) steht für die gleichzeitige Behandlung von Form und Funktion. Was bedeutet das?
Funktion sind Muskelkräfte, die, genauso wie kieferorthopädische Kräfte, Zähne und Kiefer (= Form) beeinflussen. Dieses nennt man Epigenetik oder „form follows function“.
Kieferorthopäden, Logopäden und Physiotherapeuten sind die Experten für das Gesichtswachstum und Stabilität des Erreichten!
Im Mundraum befinden sich Bänder, wie das Zungenband, Lippenband oder die Wangenbänder. Sind diese zu kurz oder zu
straff, kann es zu Beeinträchtigungen in der Nahrungsaufnahme, der Sprachentwicklung und der Kieferentwicklung kommen.
Diese Einschränkungen können verschiedene Probleme verursachen, da sie die normale Funktion von Zunge, Lippen und Wangen einschränken.
Das bekannteste Beispiel ist das zu kurze Zungenband (Ankyloglossie), bei dem das Band unter der Zunge die Zungenbewegung behindert.
Wir begleiten Sie bei der Diagnostik sowie der Vor- und Nachbereitung der chirurgischen Behandlung.
Orofaziale Dysfunktionen werden auch myofunktionelle Störungen genannt. Mit dieser Diagnose verordnen mehrheitlich Kieferorthopäden und Zahnärzte logopädische Behandlungen. Wir erarbeiten mit unseren Patienten primäre Funktionen des Mundes, die für die physiologische Entwicklung des Gebisses, der Nahrungsaufnahme und der Artikulation verantwortlich sind.
Dazu zählen die Funktionsbereiche
Unsere Behandlungsmethoden sind auf den gesamten Symptomenkomplex ausgerichtet und fokussieren den individuellen Störungsschwerpunkt.
Hier finden Sie nähere Informationen der Deutschen Gesellschaft für Sprachheilpädagogik e. V.
Im Bereich NF!T® Mund konzentrieren wir uns auf Defizite im orofacialen Bereich. Hier ist häufig eine habituelle Mundatmung bei einer verlegten Nasenatmung ein großes Problem. Die Mundatmung kann zu zahlreichen Problemen führen.
Die Planung und Ausführung flüssiger Bewegungsmuster beim Sprechen, Saugen, Kauen, Schlucken basieren auf der neuromotorischen Reife des zentralen Nervensystems und der motorischen Fähigkeiten. Diese Reife entsteht während der Schwangerschaft und der ersten Lebensjahre. Aus verschiedenen und teils später nicht mehr nachvollziehbaren Gründen, kann ein Kind möglicherweise bestimmte bahnende Bewegungen nicht trainieren. Es kommt zu typischen Haltungs- und Gangbildern sowie fehlender Aufrichtung. Diese beeinflussen weitere Entwicklungsbereiche. Die positive Nachricht ist, dass neuronale Reifung durch das richtige Bewegungsangebot nachgeholt werden kann. Rhythmische Bewegungsübungen aus dem Körperprogramm der NF!T ® (Neurofunktionstherapie) oder nach RIT® (Reflexintegration) ahmen frühkindliche Bewegungen nach und stimulieren gezielt das Kleinhirn. Motorische Feinabstimmung, Gleichgewicht und neuronale Vernetzung können nachreifen. Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gern.
Praxis für Logopädie und Patholinguistik Friedrichshagen